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Bei vielen Heiz- und Reinigungsprozessen in der Fertigungsindustrie kommt bevorzugt Dampf zum Einsatz. Er ist sehr sauber, lässt sich gut verteilen und hat eine hohe Heizleistung.

Aufgrund seiner intensiven Nutzung ist Dampf eine wertvolle Ressource, da zur Erzeugung viel Primärenergie, zumeist Erdgas, benötigt wird. Es liegt also auf der Hand, warum Betreiber von Dampfsystemen gern über ihre Dampfproduktion und ihren Dampfverbrauch auf dem Laufenden sind.

Ob für die allgemeine Überwachung, interne Bilanzierung, das Energiemanagement oder die Verfolgung der CO2-Bilanz – an der Durchflussmessung von Dampf führt kein Weg vorbei.

Konventionelle Dampfmessung

In der Vergangenheit war die Dampfmessung Aufgabe von Inline-Geräten wie Differenzialdruck- oder Wirbeldurchflussmessern. Bei dieser Technologie muss ein Differentialdrucksensor, eine Messblende oder eine Art Prallkörper direkt in den Dampfstrom eingebracht werden, um den Dampfdurchfluss messen zu können.

Das hat verschiedene Nachteile: Die Installation selbst ist ein Kostenfaktor, hinzu kommt noch die damit verbundene Unterbrechung der Dampfversorgung. Meist müssen Dampfmessgeräte während der jährlichen Stillstandszeiten installiert und gewartet werden sowie immer dann, wenn eine Messung benötigt wird. Außerdem leiden sämtliche Inline-Messgeräte unter Verschleiß ihres Primärelements, was zu Langzeitdrift führt. Zur Gewährleistung der Messgenauigkeit ist eine regelmäßige Kalibrierung erforderlich.

Vor allem aber verursachen Inline-Messgeräte einen Druckverlust. Dies gilt insbesondere für Wirbeldurchflussmesser, die in der Regel eine eingebaute Rohrverengung haben, um auch im unteren Durchflussbereich eines Dampfsystems messen zu können. Manchmal reicht auch diese nicht aus, sodass weitere Verengungen des Dampfrohrs erforderlich sind.

FLUXUS ST – die einfache Art, Dampf zu messen

Das Ultraschall-Laufzeitverfahren von FLEXIM kann bei Flüssigkeiten, Gasen und Dampf angewendet werden. Mit bis zu 1000 Messzyklen pro Sekunde lassen sich selbst niedrige Strömungsgeschwindigkeiten ab 0.01 m/s erfassen – die ideale Lösung für Sattdampfapplikationen.

Das Laufzeitverfahren ermöglicht eine schnelle und genaue Durchflussmessung, ohne dass ein Messelement in das Rohr eingebracht werden muss.

Dank Clamp-on-Technik kann das System einfach im laufenden Betrieb auf dem heißen Rohr montiert werden, ohne dass eine Abschaltung oder Abkühlung erforderlich ist.
Das bedeutet auch, dass Betreiber nicht auf den nächsten geplanten Anlagenstillstand warten müssen, um ihre Dampfdurchflussmessgeräte zu installieren oder zu warten, was für deutlich mehr Planungsfreiheit sorgt.

Keine Rohrverengung

Jedes Hindernis im Rohr bedeutet Druckverlust und damit auch Energieverlust. Mit einer Rohrverengung wie bei nahezu allen Wirbeldurchflussmessgeräten steigt dieser Druck- und Energieverlust drastisch an.

Das Ultraschall-Laufzeitverfahren löst dieses Problem, da damit unabhängig vom Rohrdurchmesser Durchflüsse ab 0.01 m/s gemessen werden können.
So gibt es keinerlei Druck- und Energieverlust und es kondensiert weniger wertvoller Dampf im Rohr.

non-invasive Steam Measurement

Portabler Dampfdurchflussmesser

Die Clamp-on-Technologie ermöglicht auch flexible Messungen mit portablen Geräten. Ohne Bohren oder Schneiden kann das Messsystem jederzeit an jeder beliebigen Messstelle installiert werden.

Der FLUXUS G601 ST ist ein akkubetriebenes, komplett ausgerüstetes Dampfmessgerät. Mit demselben Messverfahren und denselben Vorzügen wie der F601 ermöglicht er die temporäre, präzise Durchflussmessung von Dampf. Und natürlich kann der FLUXUS G601 ST auch für alle anderen Applikationen wie die Durchflussmessung von Flüssigkeiten und Gasen und die Wärmestrommessung eingesetzt werden.

Noch nie waren Kontrollmessung, Verifizierung und flexibles Energiemanagement so einfach.

Vorteile

  • Eingriffsfreie Dampfmessung
  • 100 % Prozessverfügbarkeit – keine Abschaltung oder Abkühlung erforderlich
  • Rohrdurchmesser von 45 bis 1000 mm
  • Sattdampf bis 180 oder 400 °C
  • Messung hochdynamischer Durchflüsse ab 0.01 m/s
  • Keine Rohrverengung erforderlich
  • Kein Druckverlust
  • Kein Verschleiß – zuverlässige, langzeitstabile Messung